Donnerstag, 5. September 2013

Buellton - Santa Barbara - Los Angeles

Es ist Dienstag, Labor Day ist vorbei. Gestern hatten wir einen weiten Weg hinter uns gebracht. Aber auch heute steht einiges auf dem Programm.
 
1. Wir schlendern durch die herrliche Innenstadt von Santa Barbara. Wäre es hier nicht so picobello sauber und gepflegt, könnte man annehmen, durch eine mexikanischen Stadt zu spazieren.
 
 
 
 
 
 
2. Wir fahren ins NBC Studie nach Burbank (nördlich von LA). Hier haben wir Tickets für die Tonight Show mit Jay Leno! Wir sind Nummer 318 in der Schlange und müssen in sengender Hitze draußen auf Einlass warten. Um die Zuschauer vor einem Kollaps zu bewahren, wird ein bisschen kühles Wasser gespritzt, was aber nicht wirklich Linderung verschafft.
 
Schrittweise werden die Wartenden nun eingelassen entsprechend first-come-first-serve. Wir gehören leider mit zu den letzten. Aber nun werden ein paar Wartebänke im Schatten frei, und Sabine setzt sich nichtsahnend hin. Sogleich wird sie von einer Mitarbeiterin angesprochen, ob sie auch okay sei, nach drinnen gebeten und Wasser gereicht. Offensichtlich hat man hier große Befürchtungen, dass einem Zuschauer etwas zustoßen könnte. Auch wir dürfen mit im klimatisierten Gebäude warten. Als unsere Nummer dran ist, gibt es leider nur noch EINEN Platz. Man bietet uns an, dass die übrigen drei im sogenannten Green Room die Sendung live verfolgen können. Jan und ich sind riesig enttäuscht, aber beschließen, uns für diese eine Stunde zu trennen. Jan "opfert" sich und bekommt den wohl schlechtesten Platz im Studio (letzte Reihe äußerste Ecke), während wir es uns in der VIP Lounge bei Getränken, Sandwiches und Cupcakes gemütlich machen dürfen. Cool! Andere Leute haben auch keine Plätze mehr bekommen, aber die mussten wieder gehen. Immer wieder kommen Leute rein, holen sich etwas vom Buffet, setzen sich mal kurz hin, gucken mit zu, gehen wieder. Wir erfahren, dass einige von ihnen zum Gefolge der heutigen Gäste (u. a. Tennis-Girl Victoria Duval) gehören. Als die Sendung vorbei ist, müssen wir ganz schnell verschwinden, denn die Limousinen stehen vor der Tür schon abfahrbereit. Schnell wird uns noch die Absperrung geöffnet, und wir stoßen auf Jan, der im Strom der 380 Zuschauer das Studio verlässt.

3. Wir fahren nun zu unserem Hotel Comfort Inn, das direkt an der Metrostation Beverly/Vermont liegt. Die Metro nehmen wir auch gleich, fahren 5 Stationen und stehen direkt auf dem hell illuminierten Hollywood Boulevard. Hier liegen uns die Stars zu Füßen und wollen entdeckt werden.


Von so viel Star Watching werden wir ganz hungrig und gehen zum Mexikaner essen - wir fühlen uns von Christina und Stefan eingeladen.



Gestärkt von Burritos gehen wir gerade über die Straße und stehen vor Grauman's Chinese Theater, wo wir unsere Hand- und Fußgrößen mit denen von Jack Lemmon (Manche mögen's heiß), Arnie und Donald Duck vergleichen. Welche passen am besten?
 







Mittwoch, 4. September 2013

Monterey - Highway #1 - Buellton

Nach einem gemütlichen Frühstück in der guten Stube verlassen wir das kleine Pacific Grove. Bevor wir auf den Highway 1 fahren, schauen wir uns noch die Cannery Row in Monterey an, die John Steinbeck als Vorlage für seinen Roman "Die Straße der Ölsardinen" ("Cannery Row") diente.

Da Carmel-by-the Sea laut Reiseführer einer der schönsten Orte an der kalifornischen Küste sein soll, legen wir dort einen kleinen Zwischenstopp ein und spazieren auf der Ocean Avenue vorbei an den exklusiven Geschäften (zum Glück ist das Schaufenstershoppen gratis). Blinkende Leuchtreklamen und billige Fast-food-Schuppen komplett Fehlanzeige. Wir verstehen die Welt nicht mehr - ist das noch Amerika?



Ja, ist es - denn auch hier kann man auch fahrend easy den Ort erkunden, nämlich auf dem Scenic Drive. Rechts von uns sind Strand und Küste, links von uns verschwunschene Häuschen, an kleine Burgen und Schlösser erinnernde Villen. Manch ein Amerikaner hat sich hier seinen Traum von Grimm's Märchen realisiert. Ein wirklisch hübscher, geradezu märchenhafter Ort, in dem Clint Eastwood in den 80ern mal Bürgermeister war.



Endlich steuern wir jetzt den Highway #1 an. Auf dieser Küstenstraße begegnen sich unberührte Natur und wilde Küste. Ein besonders schöner Blick auf das Meer ist im Big Sur State Park und im Julia Pfeiffer Burns State Park garantiert, durch die der Highway führt. Die Straße ist gut befahren - es ist Labour Day.


32 Brücken überqueren wir auf dieser Strecke. Die eindrucksvollste unter ihnen ist die Bixby Bridge.



Fasziniert beobachten wir Wale und Seelöwen. Unsere Ausrüstung haben wir natürlich immer dabei!



 

Wir laufen ein Stücken zu den Klippen hin, finden aber leider keinen Weg hinunter zum Strand.


 


An diesem Küstenabschnitt (piedras Blancas) stranden jedes Jahr See-Elefanten, erst die Weibchen, dann die Männchen, um sich im Winter zu paaren, im Sommer zu häuten und im nächsten Winter zu gebären. Hier sehen wir die Tierchen beim Häuten, begleitet vom Nichtstun.


 
Bei Morro Bay verlassen wir die Küste und fahren weiter auf dem Highway #1 Richtung Santa Barbara. Da wir schon seit Stunden Auto fahren, sind wir recht ermüdet und übernachten noch vor Santa Barbara in Buellton.

Sonntag, 1. September 2013

San Francisco - Monterey

Ohne Cable Car gefahren zu sein, müssen wir San Francisco schon wieder verlassen – schade, die Stadt hat viel zu bieten: abwechslungsreiche Straßenzügen, viktorianische Architektur gepaart mit modernen Hochhäusern, ein individuelles Flair und ganz viel Charme. Eine Stadt zum Verlieben!

Wir passieren auf der Interstate die Bay Area, fahren vorbei an Santa Cruz bis nach Monterey. Dort suchen wir unser Hotel, werden aber erst fündig, als wir realisiert haben, dass es gar nicht in Monterey liegt, sondern im Nachbarort Pacific Grove, ein kleines, niedliches Örtchen, dass im 19. Jh. von Methodisten gegründet wurde – Alkohol und Tanz waren hier verpönt.

Den Aufenthalt in unserem Hotel, dem Gosby House Inn, lassen wir uns von Familie Lütke schenken. In der Lobby glaubt man, in Grossmutterns Stube zu sein, auch unser Zimmer, room Steinbeck (benannt nach dem Literaturnobelpreisträger John Steinbeck, der in Monterey gewirkt hat), strahlt nostalgische Gemütlichkeit aus.




Diesen Nachmittag lassen wir mit einem Spaziergang an der Küste ruhig angehen . Uns fallen die vielen kleinen, oft bescheidenen Holzhäuser auf, die in hellen Farben angestrichen sind und in ihrer Vielfalt sehr adrett wirken.





Am frühen Abend sind wir zurück in Omas Wohnzimmer, denn unser Inn offeriert einen herzhaften und süßen Snack, wo wir natürlich beherzt zugreifen.



Samstag, 31. August 2013

San Francisco

Unser Hotel war in der Tat eine gute Wahl: In der elegant eingerichteten Lobby gibt es nachmittags ein wine social mit Käse, Knabbereien und Obst, und früh wird ein kleines Frühstück angeboten (Kaffee, Obst und pastries). Hier lässt es sich aushalten!



Heute steht uns großes bevor: Wir wollen mit bikes über die Golden Gate Bridge radeln – ein Geschenk von Achim und Marika. Unsere Räder müssen wir in der Bay Street, nahe der Fisherman's Wharf, abholen. Zwar gibt es eine perfekte Verbindung mit dem Cable Car zwischen Bay Street und Union Square, doch am Union Square stehen etliche Leute an der Haltestelle, und nur 2 bis 4 werden jeweils mitgenommen. Uns kommt eine glorreiche Idee, nämlich die drei Blocks bis zur Endhaltestelle zu laufen. Doch gefühlte 250 Touristen hatten selbigen Geistesblitz - es ist Labour Day weekend! Wir kapitulieren und nehmen den Bus.

Mit den bikes fahren wir an der waterfront entlang. Am Aquatic Park Pier kommen wir Alcatraz gefährlich nahe, eine rote Brücke ist jedoch weit und breit nicht zu sehen.


Mutig fahren wir dem frischen Westwind entgegen, bergab und bergauf, vorbei am America's Cup Gelände, am Fort Mason und Crissy Field. Time for a break!


Allmählich wird der Nebel etwas dünner und die Brücke lässt sich langsam erahnen.



Die Fahrt über die fast 80-jährige Brücke ist eine Sensation. Wir sind etwa 70m über dem Wasser, unter uns schlagen die Wellen tosend gegen die Brückenpfeiler, das Wasser ist knapp 100m tief. Wir haben Glück: der Nebel verzieht sich; plötzlich wird am Nordufer blauer Himmel sichtbar und die Sonne scheint. So kommt der kräftig leuchtende, rote Anstrich, der vor 20 Jahren erneuert wurde, erst richtig zur Geltung!



Weil's so schön war, fahren wir nochmal über die Brücke, diesmal in Südrichtung. Durch das Stadtviertel Presidio, in dem viele hübsche town houses stehen, fahren wir zurück zur Fisherman's Wharf.



Hier spazieren wir über den jahrmarktähnlichen und restlos überbevölkerten Pier 39, beobachten (und riechen) die Seelöwen, die zahlreich auf Pontons in der Marina liegen und sich in der Sonne räkeln.



Die letzte Attraktion für heute ist die Lombard Street, zu der wir ein paar Blocks zu Fuß gehen, denn die bikes haben wir bereits abgegeben. Die Lombard Street hat eine Steigung von 27%, und damit Autos auf ihr verkehren können, hat man mehrere scharfe Kurven angelegt, was der Straße den Namen the crookedest street of the world verdankt. Fußgänger müssen keine Kurven laufen, sondern können am Rand die Treppen benutzen.

Oben angekommen, wollen wir das Cable Car benutzen und warten 20 Minuten vergeblich. Der erste Wagen, der sich den Berg von den Piers hinaufkämpft, nimmt nur 2 Mann mit, das zweite Cable Car fährt spontan an uns vorbei. Jetzt reicht's! Dann eben nicht. Wir fahren mit dem Bus zurück nach downtown.



Am Abend lösen wir das Geschenk von Familie Staub ein und gehen in ein zünftiges Pub am Union Square. Dort gibt es zwar kein selbstgebrautes Bier, dafür aber Hausmannskost und Live-Musik. Nachdem wir gegessen haben, setzten wir uns näher an die Bar, damit die Bedienung das Bier für Jan nicht so weit tragen muss. Neben uns sitzt eine angehende Braut mit ein paar chicks, die eine Bachelorette Party feiern und bei vielen Liedern, die der Pianist anstimmt und uns gänzlich unbekannt sind, aus voller Kehle mitsingen. Die Ladies stehen um halb zehn schon gut im Tee - das Foto, um das wir eine von ihnen gebeten hatten, zeugt davon.



Fairfield - San Francisco


Das Frühstück in unserer Econo Lodge fällt etwas mager aus - Sabine muss die indische Inhaberin sogar darum bitten, Bagels nachzulegen und Milch aufzufüllen - aber immerhin gibt es Starbucks Kaffee. Wir sind die einzigen, die in dem winzigen Frühstücksraum anzutreffen sind. Trotzdem war das Motel nicht schlecht - das Zimmer bekommt man ab 48 Dollar!

Heute steuern wir San Francisco an. Eigentlich wollten wir über die Bay Bridge in die Stadt reinfahren, doch auf dem Highway lesen wir, dass sie gesperrt ist. Wir müssen die Richmond Bridge und dann die Golden Gate Bridge nehmen. Bei letzterer ist die Überfahrt nicht ganz problemfrei. Zwar ist heute ein total klarer und sonniger Tag, sodass die Brücke nicht im Nebel liegt, aber so richtig genießen können wir die Fahrt nicht, denn wir fahren schwarz über die Brücke - man kann die Maut nicht cash bezahlen, sondern hätte via modern media sich vorher anmelden und bezahlen müssen. Da wir aber nicht geplant hatten, die Brücke zu benutzen, haben wir das nicht gemacht. Pech, denn jetzt haben wir den Salat: Uns erwartet wahrscheinlich eine saftige Strafgebühr von der Autovermietung.

Bemüht gelassen kämpfen wir uns nun durch die steilen Straßen von San Francisco und finden rasch unser Hotel, das im viktorianischen Stil gebaute Beresford Arms. Hier dürfen wir ums 12Uhr bereits in unsere Parlour Suite einchecken.


Unser Hotel ist nur drei Blocks vom Union Square entfernt, deshalb ist der Platz unser erstes Ziel. Hurra, überall Geschäfte! Sabine und ich stürzen uns in Macy's, die Männer trotten hinterher. Um nicht beständig hinter uns herzudackeln wollen sie in die Herrenabteilung - die gibt es hier allerdings nicht ... ätsch!



Wir gehen weiter entlang der Nobelgeschäfte und teuren Hotels und kommen in den Financial District. Reiseleiter Jan sucht im Reiseführer, wo hier Sparkasse und Raiffeisenbank sind - finden wir aber trotz langer Suche nicht.


Heimweh kann man hier aus als eingefleischter Bayern-Fan nicht bekommen. Man muss sich nur an Match&Beer zu mittäglicher Stunde gewöhnen:


 Am Pier 1, im Hintergrund die Bay Bridge:

 

Trockenübung auf dem Cable Car:

 

 
 
Auf Einladung von dir, liebe Rike, gehen wir am Abend noch einmal zu macy's, diesmal aber in den 8. Stock, denn da ist The Cheesecake Factory. Eine geschlagene Stunde müssen wir darauf warten, platziert zu werden. Die Wartezeit vertreiben wir uns in der Kinderklamottenabteilung bei macy's. Unsere Geduld wird belohnt und wir bekommen jeder einen leckeren dicken Burger mit Pommes serviert. Für ein Dessert haben wir leider keine Kapazitäten frei, wir können die verlockenden Käsekuchen also nur mit den Augen verspeisen.




Freitag, 30. August 2013

Sacramento - Vacaville - Fairfield

Heute nun ist der grosse Tag gekommen: OUTLET SHOPPING!!

Nach einem sehr guten Frühstück im Motel fahren wir nach Vacaville, zu deutsch Kuhdorf, und gehen auf Schnäppchenjagd. Achteinhalb Stunden lang. Sehr erfolgreich. Wie kriegen wir all unsere Beute nur in unsere Koffer verpackt??

Wir übernachten in der Econo Lodge in Fairfield, wo wir die Übernachtung von Choicehotels geschenkt bekommen.Das ist doch mal ein Reward, der sich bezahlt macht!

Leider schaffen wir es nicht mehr, auf eine factory tour zu Jelly Beans zu gehen. Naja, so sehr mag ich die bunten Dinger auch nicht, ich kann es verkraften.