Samstag, 31. August 2013

Fairfield - San Francisco


Das Frühstück in unserer Econo Lodge fällt etwas mager aus - Sabine muss die indische Inhaberin sogar darum bitten, Bagels nachzulegen und Milch aufzufüllen - aber immerhin gibt es Starbucks Kaffee. Wir sind die einzigen, die in dem winzigen Frühstücksraum anzutreffen sind. Trotzdem war das Motel nicht schlecht - das Zimmer bekommt man ab 48 Dollar!

Heute steuern wir San Francisco an. Eigentlich wollten wir über die Bay Bridge in die Stadt reinfahren, doch auf dem Highway lesen wir, dass sie gesperrt ist. Wir müssen die Richmond Bridge und dann die Golden Gate Bridge nehmen. Bei letzterer ist die Überfahrt nicht ganz problemfrei. Zwar ist heute ein total klarer und sonniger Tag, sodass die Brücke nicht im Nebel liegt, aber so richtig genießen können wir die Fahrt nicht, denn wir fahren schwarz über die Brücke - man kann die Maut nicht cash bezahlen, sondern hätte via modern media sich vorher anmelden und bezahlen müssen. Da wir aber nicht geplant hatten, die Brücke zu benutzen, haben wir das nicht gemacht. Pech, denn jetzt haben wir den Salat: Uns erwartet wahrscheinlich eine saftige Strafgebühr von der Autovermietung.

Bemüht gelassen kämpfen wir uns nun durch die steilen Straßen von San Francisco und finden rasch unser Hotel, das im viktorianischen Stil gebaute Beresford Arms. Hier dürfen wir ums 12Uhr bereits in unsere Parlour Suite einchecken.


Unser Hotel ist nur drei Blocks vom Union Square entfernt, deshalb ist der Platz unser erstes Ziel. Hurra, überall Geschäfte! Sabine und ich stürzen uns in Macy's, die Männer trotten hinterher. Um nicht beständig hinter uns herzudackeln wollen sie in die Herrenabteilung - die gibt es hier allerdings nicht ... ätsch!



Wir gehen weiter entlang der Nobelgeschäfte und teuren Hotels und kommen in den Financial District. Reiseleiter Jan sucht im Reiseführer, wo hier Sparkasse und Raiffeisenbank sind - finden wir aber trotz langer Suche nicht.


Heimweh kann man hier aus als eingefleischter Bayern-Fan nicht bekommen. Man muss sich nur an Match&Beer zu mittäglicher Stunde gewöhnen:


 Am Pier 1, im Hintergrund die Bay Bridge:

 

Trockenübung auf dem Cable Car:

 

 
 
Auf Einladung von dir, liebe Rike, gehen wir am Abend noch einmal zu macy's, diesmal aber in den 8. Stock, denn da ist The Cheesecake Factory. Eine geschlagene Stunde müssen wir darauf warten, platziert zu werden. Die Wartezeit vertreiben wir uns in der Kinderklamottenabteilung bei macy's. Unsere Geduld wird belohnt und wir bekommen jeder einen leckeren dicken Burger mit Pommes serviert. Für ein Dessert haben wir leider keine Kapazitäten frei, wir können die verlockenden Käsekuchen also nur mit den Augen verspeisen.




Freitag, 30. August 2013

Sacramento - Vacaville - Fairfield

Heute nun ist der grosse Tag gekommen: OUTLET SHOPPING!!

Nach einem sehr guten Frühstück im Motel fahren wir nach Vacaville, zu deutsch Kuhdorf, und gehen auf Schnäppchenjagd. Achteinhalb Stunden lang. Sehr erfolgreich. Wie kriegen wir all unsere Beute nur in unsere Koffer verpackt??

Wir übernachten in der Econo Lodge in Fairfield, wo wir die Übernachtung von Choicehotels geschenkt bekommen.Das ist doch mal ein Reward, der sich bezahlt macht!

Leider schaffen wir es nicht mehr, auf eine factory tour zu Jelly Beans zu gehen. Naja, so sehr mag ich die bunten Dinger auch nicht, ich kann es verkraften.

Donnerstag, 29. August 2013

South Lake Tahoe - Placerville - Sacramento

An diesem Morgen können wir – oha – ein Stück blauen Himmel und ein wenig Sonnenschein erkennen. Deshalb wagen wir uns doch hinunter ans Seeufer, die schneebedeckten Berge im Hintergrund können wir jedoch nur erahnen.


Unsere Souvenirs aus Tahoe, komplett gratis:


Wir fahren noch einmal durch den ganzen Ort, der aus einer kilometerlangen, vierspurigen Straße besteht, zu beiden Seiten, umgeben von hohen Nadelbäumen, sind Hotels, Motels, Fast Food-Läden, Geschäfte etc. angesiedelt. South Lake Tahoe ist auf 1900m mitten in den Wald hinein gebaut, die Häuser der Anwohner sind ziemlich versteckt zwischen hohen Bäumen. Wenn es hier einmal brennt ...


 

Auf der „Bonanza“-Straße fahren wir über den Echo-Summit, auch hier stehen vereinzelte Häuser mitten im Wald. In Placerville, einem hübschen Goldgräberstädtchen, machen wir Pause und laufen durchs Ortszentrum. Zu unserer Überraschung sind viele der alten Häuser aus Stein errichtet, denn nachdem die Holzhäuser im 19. Jh. abgebrannt sind, hat man dazugelernt.




Bis nach Sacramento ist es nun nicht mehr weit. Schon halb zwei sind wir an unserem Motel Quality Inn, das ziemlich zentral am Convention Center liegt. Eine Nacht im gut ausgestatteten M0tel ist ein Geschenk von Familie Staub. Leider dürfen wir erst um drei einchecken. So vertreiben wir uns die Zeit im nächstgelegenen Starbucks, wo ich statt Java Chip mal den Cookie Crumble Frappucino probiere. Auch lecker!

In unseren Hotelzimmern gefällt es uns dann so gut, dass wir eine kurze Verschnaufpause einlegen - vor allem die Älteren müssen sich regenerieren. Aber dann geht's los: Zum Kapitol ist es nicht weit. Dort spazieren wir ein bisschen durch den herrlichen Park, in dem um die 15 Memorials untergebracht sind, dann besichtigen wir das Regierungsgebäude von innen.





Im Foyer erwarten uns der Entdecker der neuen Welt und sein Förderer: Kolumbus und Königin Isabella; ihrer beider Horizont reicht bis zum Himmel, denn sie sind unter der gläsernen Kuppel positioniert.


Auch der kalifornische Bär kann mal kräftig an den Ohren gezogen werden. Bei dieser harmlosen Bärenbegegnung kommen wir ganz nah ran.


Im 2. Obergeschoss ist die Besuchertribüne für beide Häuser: State Senate und State Assembly. Diese dürfen wir betreten und können uns vage vorstellen, wie die Parlamentarier hier rege diskutieren oder sich gekonnt hinter ihrem PC verstecken.


Durch sehr gepflegte, aber relativ leere Straßen laufen wir zur historischen Altstadt am Ufer des Sacramento River. In diesen Straßenzügen fühlt man sich - noch besser als in Placerville - ins 19. Jh. zurückversetzt. Es fehlen nur noch der Cowboyhut und die Reiterstiefel, und man ist am Originalset von Charles Ingalls in der Kleinen Farm.



Da Jan zum wiederholten Mal in Kaliforniens hübscher Hauptstadt verweilt, kann er uns wertvolle Restaurantstipps geben, die wir selbstverständlich gleich befolgen. Im mexikanischen Restaurant Zocalo gibt es authentisch mexikanisches Essen - bei frischer Guacamole und Frijoles schwelgen wir in Erinnerungen an unsere erste gemeinsame Reise nach Mexiko. Dieses Erlebnis verdanken wir Ute und Helmut, denn von euch haben wir uns eingeladen gefühlt.


Kann nun Sacramento mit seiner prominenten Konkurrenz der Küstenstädte mithalten? Unbedingt! Sacramento ist wahrlich ein Schmuckstück unter amerikanischen Städten: sauber und gepflegt, begrünt und liebevoll herausgeputzt, relativ ruhig und übersichtlich. Doch auch hier gehört Armut  zum Stadtbild - Obdachlose dösen auf präzise gemähten Rasenflächen in der Sonne.



Mittwoch, 28. August 2013

Yosemite - South Lake Tahoe

8.30Uhr ist Abfahrt - heute verlassen wir Yosemite, allerdings nicht über die 120 wie eigentlich geplant, denn diese Strasse ist aufgrund der wütenden Waldbrände gesperrt. Wir müssen also die 140 nehmen, was für uns einen Umweg bedeutet, aber ein Feuerwehrmann, mit dem wir vorgestern sprachen, hat uns diese Route ohnehin empfohlen, denn sie führt ab Mariposa durch eine traumhaft schöne Landschaft des Calaveras County.

Wir fahren also bis Mariposa und biegen dort auf die 49 ab, die alte Goldgräberroute (Mother Lode). Die kaum befahrene, kurvige Straße führt uns durch sagenhaft schöne Natur: sanft abfallende Berge, deren Hänge von hohem Gras bewachsen sind. Da das Gras komplett verbrannt ist , hat es eine kräftige gelbe Farbe angenommen. Wären wir nicht im Gebirge, könnte man meinen, man sei in der Prärie.Vereinzelt stehen Bäume in dieser Graslandschaft.

Nach 40 Meilen kommen wir nach Moccasin, wo die Landschaft etwas eintöniger wird. Ab hier ändert sich auch das Wetter, es wird leicht diesig und beginnt nach Rauch zu riechen. Wir sind jetzt ca. 30km westlich von dem Waldbrandgebiet und trotzdem spüren wir die Auswirkungen gewaltig. Der Rauch wird zunehmend dichter, der Geruch immer intensiver. Es ist, als würde man an einem grossen Lagerfeuer sitzen, nur kann man leider nicht weggehen und tief durchatmen.


Eigentlich wollten wir den Ebbetts-Pass auf der 4 fahren und Halt in Murphys und im Calaveras State Park machen, wo einige Sequoias stehen. Doch der dicke Rauch macht die Fahrt durch die Sierra Nevada eher zu einem Trauerspiel, und so entscheiden wir, den weiter nördlich verlaufenden Carson-Pass zu nehmen. Aber auch dort hängt der Rauch so tief in den Tälern, dass eine regelrecht gespenstische Landschaft entsteht. Wir erfahren in den Nachrichten, dass das Feuer mittlerweile ein Ausmaß von 755km2 (!) angenommen und 41 Häuser zerstört habe. Wohl eines der schlimmsten Feuer in Kalifornien seit Beginn der Aufzeichnungen.



South Lake Tahoe, unser Tagesziel, erreichen wir am Nachmittag und sind enorm enttäuscht, denn auch hier hat sich der Rauch niedergesetzt, auch wenn der Geruch zum Glück an Intensität verloren hat. An den See zu gehen wäre pure Zeitverschwendung, denn man sieht sowieso nur grau. Also gehen wir unserer Lieblingsbeschäftigung nach: food shopping! Zum Trost für das entgangene Alpenpanorama gönnen wir uns einen Starbucks Frappucino (Unterhaltung mit Barista Gina inklusive – sie klärt uns darüber auf, dass man hier normalerweise die sauberste Luft weit und breit habe) und setzten uns gemütlich auf die Bank vor der Stadtbücherei. Hier kommen wir mit einem pensionierten Lehrer ins Gespräch, der seit fast 50 Jahren in Tahoe lebt und so etwas noch nie erlebt hat. Auch er bestätigt uns, wie schön der Blick auf den See sei. Nun, wenigstens hören wir von der Attraktivität des Ortes, wenn wir sie schon nicht selbst bestaunen können.


Unser Motel Super 8 liegt nahe am See und wird von Achim und Marikas Geldgeschenk bezahlt. Um noch mehr Insiderwissen über Tahoe zu sammeln, gehen wir zum Friseur. Von Kimberly, die uns nebenbei beiden einen neuen Haarschnitt verpasst, erfahren wir vom großen Feuer in Tahoe in den 1990ern, von drei Morden, die hier in letzter Zeit verübt wurden und lernen ihre Familiengeschichte kennen. Auch sie betont, wie außergewöhnlich dieser Rauch sei. Uns stellt sich nur noch die Frage: Haben wir nun Glück oder Pech, gerade heute hier zu sein???

Dienstag, 27. August 2013

Yosemite

Heute dürfen wir mal so richtig Urlaub machen! 


Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir hinunter ins Tal und begeben uns auf eine kleine Wanderung, um unseren vom vielen Autofahren ermüdeten Knochen etwas Gutes zu tun. Inmitten von Heerscharen von Touristen wandern wir hinauf zu den Vernal Falls. Der beständige Anstieg zehrt an den Kräften. Von hier aus könnte man jetzt weiter zu den noch höher gelegenen Nevada Falls und zum Wahrzeichen in Yosemite, nämlich zum Half Dome wandern, aber dieses Vergnügen überlassen wir anderen.







Wir laufen stattdessen wieder ins Village zurück und fahren ein Stück mit dem vollbesetzten Yosemite Shuttle, der alle 10 Minuten die Massen an Touristen im Village breitfährt. Wir fahren am Curry Village vorbei, wo man zu unverschämt hohen Preisen in fest montierten Zelten schlafen kann, außerdem passieren wir mehrere Campingplätze und das Luxushotel The Awahnee, wo man unter 400 Dollar kein Zimmer bekommt. Obwohl Yosemite zu den populärsten Nationalparks Amerikas gehört, kann man die Hotels und Lodges fast an einer Hand abzählen.Wer hierher kommt, übernachtet in der Regel im Zelt oder im Wohnwagen. Wie gut, dass wir das Red Fox Retreat haben!

Nach den körperlichen Strapazen des Vormittags machen wir jetzt das Rentnerprogramm. Dies beinhaltet, gemütlich die kurvenreiche Straße zum 2199m hoch gelegenen Glacier Point zu fahren. Dort oben bietet sich das wohl schönste Panorama, das man im Yosemite genießen kann: Wir überblicken das Granitmassiv der Sierra Nevada, die hohen Gipfel vom Half Dome, El Capitan und Clouds Rest, außerdem den Merced River, der sich sanft durchs Tal schlängelt. Ein sagenhafter Ausblick!

 


Als wir zurück zu unserem Ferienhaus fahren, haben wir großes Glück: zuerst steht ein Koyote wie angewurzelt am Straßenrand und beobachtet den Verkehr, kurz darauf läuft Meister Petz etwa 50 Meter vor uns über die Straße – leider hat er es sehr eilig und ist sofort im dichten Wald verschwunden. Jetzt können wir alle beruhigt sein, dass der Bär beim Glacier Point wohnt und nicht in der Nähe von unserer Cabin. Vor Mülltonnen durchwühlenden und Autos aufknackenden Bären scheinen wir sicher zu sein - jetzt würden wir nur noch gern wissen, wo genau die Klapperschlange lebt!

Lone Pine - Yosemite NP

Am Morgen informieren wir uns als erstes in Zeitung und Internet über die seit acht Tagen lodernden Waldbrände im Nordwesten von Yosemite – denn der Park ist unser heutiges Etappenziel. (Schon gestern hingen über Lone Pine dicke Rauchwolken, die aber wiederum von einem anderen Waldbrand stammten.) Das Feuer habe bedrohliche Ausmaße angenommen, 2600 Feuerwehrmänner seien im Einsatz und einige Ortschaften müssten evakuiert werden. Das Yosemite Valley sei jedoch nicht bedroht, weil sich der Brand nach Norden ausbreite. Unserem Besuch im Park steht scheinbar nichts entgegen.

Jetzt können wir halbwegs beruhigt frühstücken. Den Kaffee hat das Hotel spendiert, den Rest Kuron Reisen.


Eine kleine Rundfahrt durch die Alabama Hills steht zuerst auf dem Programm. Die Movie Road führt mitten durch die sehr speziell geformten Granitfelsen, in denen man mit etwas viel Phantasie tierische oder (über)menschliche Gestalten erkennen kann, z.B. eine Indianerfamilie, die Füße eines Nashorns, die Hände von Hades, einen Eisbären, einen Elefanten usw. Dieser kleine Abstecher, abseits von der Touristenroute, ist wirklich lohnenswert!



Auf dem Freeway 395 steuern wir nun Yosemite an. Wir fahren durch die Städtchen Independence, Big Pine und Bishop, wo wir uns mit Lebensmitteln und Sprit eindecken, bevor wir uns in die Abgeschiedenheit begeben.

Bei Lee Vining fahren wir auf die Tioga Road (120), die uns in den Nationalpark führt. Wir haben Glück, denn heute ist der Jahrestag der Nationalparks und wir bekommen die Eintrittsgebühr geschenkt! Glück gehabt!


Auf dem Tioga Pass auf 3031m frieren wir bei 16°C – 20 Grad weniger als gestern!
Dabei ist die große Hitze so gefährlich nah! Als die 120, die Ost-West-Verbindung durch den Park, einen Schlenker nach Norden macht, sehen wir hinter dem Kamm der Berge dicken Qualm aufsteigen. Ein sensationeller, aber leider auch beängstigender Anblick.

 
Zum Glück fahren wir weiter in den Süden von Yosemite. Im Yosemite Valley ist vom Feuer nichts zu sehen, da der Wind den Qualm nach Norden weht. Im Yosemite Village strahlt die Sonne vom stahlblauen Himmel. Unsere Mountain Cabin, das Red Fox Retreat, liegt südwestlich des Tals und ist ein wahrer Geheimtipp, leider nicht ganz billig - für 2 Nächte müssen wir 620Euro hinblättern. Unseren Anteil, also 310 Euro, lassen wir uns von Familie Siefert-Stamm sowie von Familie Huber sponsern.









Sonntag, 25. August 2013

Las Vegas - Death Valley - Lone Pine

6 Uhr – manch ein Vegas-Besucher begibt sich nach einer (an Geld oder an Erfahrung) bereichernden Nacht langsam ins Bett – für uns beginnt zur gleichen Zeit Urlaubstag drei. Wenigstens eine Sache holen wir heute früh noch nach, die wir gestern versäumt haben – schließlich kann man nicht aus Las Vegas abfahren, ohne wenigstens ein bisschen Geld verzockt zu haben. Innerhalb von drei Minuten verpulvern wir an einem einarmigen Banditen 5 Dollar. Liebe Verena und lieber Jon – mehr der Glücksspielindustrie in den Rachen schmeißen wollten wir nicht, stattdessen haben wir uns vom restlichen Geld ein Frühstück bei Starbucks geleistet!


Von Las Vegas aus fahren wir nach Nordwesten. Parhump ist die letzte Station in Nevada, bevor wir wieder nach Kalifornien kommen. Bis zum Death Valley sind es nur noch wenige Meilen immer entlang dem Freeway 190. Und dann – wie makaber! - müssen wir sogar noch 20 Dollar Eintritt zahlen, um ins Tal des Todes zu gelangen!! Danke, Jan und Sina, für den Versuch, uns ins Jenseits zu befördern – allerdings sind wir knapp dem Hitzschlag entkommen!






Gleich nach ein paar Meilen erreichen wir den Zabriskie Aussichtspunkt, benannt nach Christian Zabriskie, der im 19. Jh. im Death Valley Borax abbauen und befördern ließ. Hier bietet sich uns ein erster Eindruck dessen, was uns im Nationalpark erwartet: Backofen-Temperaturen (46 Grad Celsius), extrem starker Wüstenwind und und ein spektakuläres Panorama!

 
Auch an ältere Herrschaften ist gedacht: auf der Rentnerbank kann man gemütlich verschnaufen und entspannen! Warum nur hat es Thomas keine Minute darauf ausgehalten?


An der Oase Furnace Creek biegen wir ab nach Süden, um zum tiefsten Punkt des nordamerikanischen Kontinents zu gelangen. Bei Badwater, 86 Meter unter NN, erstreckt sich ein riesiges auskristallisiertes Salzfeld über eine weite Ebene.




Besonders reizvoll ist der Artist Drive, ein Rundweg durch eine atemberaubend schöne Steinlandschaft. Auf einer schmalen Straße fahren wir durch eine bizarre Felslandschaft und bewundern das farbenprächtige Vulkangestein der Artist's Palette. Hin und wieder müssen wir die Klimaanlage abstellen, da das Kühlwasser zu heiß wird.

 
Schweren Herzens unterlassen wir es, hinunter zum Golden Canyon zu wandern, in der Sauna bewegt man sich schließlich auch nicht! Einen letzten Stopp legen wir bei den traumhaft schönen Sanddünen von Stovepipe Wells ein.

 
Über den Towne Pass (nach 86m unter NN jetzt wieder auf 1511m!) verlassen wir nun das Tal des Todes und sind erleichtert, als das Thermometer allmählich fallende Temperaturen anzeigt. Das Death Valley gilt als heißester Ort der Erde; 1913 wurden hier 57°C gemessen, 1972 betrug die Bodentemperatur 94°C – da braucht man zum Spiegelei Braten keine Pfanne mehr! In unserem Reiseführer steht allerdings, dass man davon absehen soll, weil dadurch unschöne Flecken auf der Straße entstünden. Tja, da gibt’s als Lunch eben nur ein Sandwich.

Am Nachmittag erreichen wir unsere Unterkunft in Lone Pine, finanziert von euch, Susanne und Sören: Das 1923 erbaute, nostalgische Dow Villa Hotel, in dem etliche Western-Filmstars, wie z.B. John Wayne übernachtet haben, als sie in den Alabama Hills Filme drehten. Im Ort gibt es zwar einen Saloon, doch da wir unseren Colt nicht zur Hand haben, bleiben wir dem Etablissement lieber fern und speisen fürstlich auf der Hotelterrasse.